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Bonaire

Bonaire, wohl die genialste Taucherinsel in der Karibik. Nicht umsonst steht auf jedem Nummernschild "Divers Paradise".

Auf Bonaire stiess ich dank einem Freund und Tauchbuddy, mit dem ich sehr oft getaucht hatte.

Bonaire gehört zu den Niederländischen Antillen in der Südkaribik nördlich von Venezuela. Neben Bonaire liegt Curaçao und Aruba. Zusammen werden sie auch die ABC - Inseln genannt. Bonaire ist das absolute Tauchparadies.

In Bonaire wurde vor dem ersten Hotel eine Tauchbasis eröffnet. Als zweites entstand daraus eine Tauchbasis mit Übernachtungsgelegenheit.

Heute gibt es praktisch kein Hotel mehr, das nicht seine eigene Tauchbasis oder Schule hat. Unterhaltung ausserhalb des Meeres findet man meist auch im Hotel, da Kralendjik wirklich nur ein kleines Städtchen ohne High-Life und nur wenigen Shops ist. Bonaire ist schlicht das Tauchparadies für Taucher zum tauchen.

Nach lösen eines Diving-Passes, der $25 kostet und der Infrastruktur des Marine Parks zugute kommt, kann man mit tauchen loslegen. Der Check-Dive ist hier noch wirklich ein solcher, wo man alle Zeit hat, das Equipment zu testen und nicht irgendwelche "Alibi Maskenausblasen Übungen" machen muss.

Die ganze Innenseite der mondförmigen Insel ist leicht zu betauchen. Ob vom Ufer aus oder vom Schiff. Beides hat Vor- und Nach- Teile. Das Schiff, bzw. Boot kostet. Allerdings wird man damit bis zum Tauchplatz gebracht und die Flaschen sind auch schon dabei. Zudem kommt man mit dem Boot auch nach Klein Bonaire. 

Mit dem Auto ist man unabhängiger. Allerdings benötigt man ein Auto, muss sich um die Flaschen kümmern und oft muss man teilweise steile Treppen, mit der ganzen Ausrüstung, hinab- und auch wieder hinauf klettern. Ein weiterer Nachteil ist, dass es möglich sein kann, dass böse Buben während dem Tauchen das Auto ausräumen.

Bonaire ist grundsätzlich Easy-Diving. Das heisst aber nicht, dass dort nur Anfänger herum paddeln. Diese werden zu gewissen Tauchplätzen gar nicht zugelassen, da die Unterwasserwelt noch weitgehend in takt ist. El-Niñio hat die Karibik bisher verschont.

Der Marine Park beginnt bei 0 Meter und geht um die ganze Insel bis auf 40 Meter Tiefe. Dieser wird von Rangern betreut und geschützt. Regelmässig werden die Tauchbojen kontrolliert, ebenso die Taucher(!).

Der Unterhalt der Tauchplätze, die vorzüglich markiert bzw. mit Bojen ausgerüstet sind, wird mit den Einnahmen der Diving-Plakette finanziert. Viele Taucher die man antrifft, lassen ihre Plaketten an den Tauchwesten. So trifft man viele Gleichgesinnte, die oft mehr als fünf solcher "Trophäen" angehängt haben, also schon mehrere Male in Bonaire waren. 

Bonaire wird auch die Insel der Flamingos genannt. So heisst zum Beispiel der Airport, Flamingo-Airport. Diese hübschen, rosa-orangen Vögel kann man in Scharen im Süden und im Park im Norden der Insel beobachten.

Die Geschichte von Bonaire ist recht dunkel. D.h. in früheren Zeiten diente Bonair als Sklaveninsel und gleichzeitig zur Gewinnung von Salz. Noch heute findet man die alten Sklavenhütten und auch die farbige Mischung der Bewohner zeugen von deren Vergangenheit. Im Gegensatz zu früher leben heute Weiss und Schwarz in sehr guter Harmonie.

Tauchplätze in Bonaire (folgt)

Fotos Bonaire 2002 (noch analog)

Fotos Bonaire 2005

Bonaire Link